Ayurveda: Ernährung im Einklang mit Körper, Geist & Seele

ayurveda ernährung

Die ayurvedische Küche basiert auf über 5.000 Jahre altem „Wissen vom Leben“. So viel bedeutet „Ayurveda“ übersetzt. Kern der Lehre sind die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha. Diese sogenannten „Doshas“ verleihen jedem Menschen seine ganz bestimmte geistige und körperliche Konstitution in der er ausgeglichen und stark ist. Durch psychische Belastungen, falsche Lebensweise oder andere äußere Umstände kann diese Balance aus dem Takt geraten. Dadurch kann der Mensch krank werden. Durch eine typgerechte Küche zielt die ayurvedische Ernährung deshalb darauf ab, den ursprünglichen Konstitutionstyp zu erhalten, kleinere Beschwerden zu lindern und die Entstehung von Krankheiten präventiv zu vermeiden.

Die drei Doshas zeigen sich in Charakter und Persönlichkeit, dem äußeren Erscheinungsbild sowie der Krankheitsdisposition. Sie sind bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Insgesamt werden 10 Konstitutionstypen unterschieden. Die den Elementen zugeordneten Reinformen sind

  • „Vata“ (Luft)
  • „Kapha“ (Erde)
  • „Pitta“ (Feuer)

Um die Doshas ins ideale Gleichgewicht zu bringen, sind auch die Speisen bestimmten Kategorien zugeordnet, denn sie können bestimmte Doshas fördern oder reduzieren. Idealerweise wählt man für den Ausgleich Nahrungsmittel, deren Eigenschaften den vorherrschenden Doshas entgegengesetzt sind. Pitta-Typen empfiehlt die ayurvedische Ernährung beispielsweise Lebensmittel, die die innere Hitze ausgleichen, wie Obst oder rohes Gemüse. Dosha-unterstützend wären dagegen z. B. starke Gewürze und Fett/Öl.

So teilt die ayurvedische Küche Lebensmittel ein

Um die Eigenschaften verschiedener Lebensmittel beurteilen zu können, teilt die ayurvedische Küche diese nach Geschmack (Rasa) und Eigenschaften (Guna) ein.

Süß

Alle energiespendenden Nahrungsmittel wie Getreide, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte oder Milchprotein. Kapha-erhöhend. Eigenschaften feucht, kalt und schwer, stärkend, nährend, stabilisierend, beruhigend, kühlend, Sicherheit & Geborgenheit bietend. Übermaß führt zu Verlangsamung von Stoffwechsel/Verdauung und Verschlackung.

Sauer

Saure Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Beeren, Hagebutten und fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Joghurt. Pitta-fördernd. Eigenschaften heiß, leicht und feucht; Körperaufbau, Stärke, appetitanregend, Verdauung, Heiterkeit.

Salzig

Steinsalz: verdauungsfördernd, appetitanregend, entgiftend. Eigenschaften feucht, heiß und schwer; hilft bei schwer verdaulichen Speisen, wirkt Vata entgegen.

Scharf

Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer, langer Pfeffer, schwarzer Pfeffer, Asafötida (Teufelsdreck), Pfefferminzblätter, Nelke, Ingwer. Eigenschaften: heiß, leicht und trocken. Verdauungfördernd, entgiftend, entschlackend.

Bitter

Bockshornklee, Koriandersamen, Kurkuma, Artischocken, Chiccoreé, Brunnenkresse, Endiviensalat, Löwenzahnblätter. Vata-fördernd. Eigenschaften trocken und leicht. Verdauungsfördernd, unterstützt Stoffwechsel und Fettabbau, blutreinigend, hilft bei Hautproblemen. Aufbauend, beruhigend, astringierend.

Gemeinsam essen hält gesund

Neben Gewürzen spielen in der ayurvedischen Küche auch Essgewohnheiten eine wichtige Rolle. So sollte man sich immer ganz auf das Essen konzentrieren, von der liebevollen Zubereitung über das gemeinsame Essen bis hin zum Geschmackserlebnis, bei dem alle Sinne angesprochen werden.

Es wird in Ruhe gegessen, in gelöster Atmosphäre und angenehmer Umgebung.

Bildquelle: pixabay.com – © by sherioz

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