Rohkost-Ernährung: die gesündere Lebensweise?

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In der Steinzeit war der Mensch Jäger und Sammler. Erst mit der Entdeckung des Feuers und der Sesshaftwerdung begann er, von seiner ursprünglichen Rohkost-Ernährung abzuweichen und seine Nahrung zu kochen. Ein Fehler, wie uns viele Ernährungsberater weismachen wollen – zumindest in unserer heutigen Industriegesellschaft, in welcher Nahrung zwar im Überfluss vorhanden, Bewegung aber wiederum Mangelware ist. Sie fordern die Rückkehr zur Rohkost-Ernährung, denn gekochte Speisen tun uns angeblich nicht gut. Und immerhin – der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das den Hauptteil seiner Lebensmittel vor dem Verzehr kocht und daraus Gerichte zubereitet. Ist also tatsächlich etwas dran, am Konzept der Rohkost-Ernährung?

Gekochte Speisen enthalten mehr Kalorien

Dass frische, unverarbeitet Lebensmittel die meisten Nährstoffe enthalten, ist einleuchtend. Dass rohe Speisen gründlicher gekaut werden müssen, den Speichelfluss anregen und deshalb gut fürs Zahnfleisch sind auch. Ebenso wie die Tatsache, dass das Sättigungsgefühl damit höher ist obwohl wir weniger Energie aufnehmen. Rohkost-Ernährung ist damit ideal zum Abnehmen.

Das lässt sich sogar beweisen. In einer Studie wurden einige Mäuse mit rohen, andere mit gegarten  Süßkartoffeln gefüttert. Die Mengen waren je die gleichen. Das Ergebnis: Die Mäuse mit warmer Mahlzeit waren nicht nur viel aktiver, sie waren trotz viel Bewegung am nächsten Tag schwerer als die Vergleichsgruppe. Warum? Gegarte Kartoffeln enthalten einfach viel mehr Zucker. Das liegt daran, dass die Kartoffelzellen durch das Erwärmen aufquellen und schließlich platzen. Dadurch verändern sich die Strukturen der enthaltenen Stärkekörnchen, die auf diese Weise quasi vorverdaut werden.

Soll man nun ganz auf Rohkost-Ernährung umsteigen?

Es gibt zwar Verfechter, die das behaupten, die meisten Ernährungswissenschaftler raten davon jedoch ab. Denn mitunter kann das weitgehende Fehlen von fettreichen Lebensmitteln dazu führen, dass fettlöslichen Vitamine vom Körper nicht richtig aufgenommen werden können. Zweitens kühlt Rohkost den Organismus ab und ist daher mehr für den Sommer- als für den Winterspeiseplan geeignet. Kalte Temperaturen gepaart mit ausschließlich kalten Speisen können den Körper schwächen.

Das Beste, was man tun kann, ist demnach einen Mittelweg finden. Da die meisten Menschen hierzulande zu wenig Frisches, dafür aber zu viel süß und salzig essen, sollte man versuchen, mehr Rohkost in den Speiseplan zu integrieren. Die Empfehlung nach der Vollwert-Lehre sind mindestens 30, besser noch 50 %. Dabei sollte man für Rohkost-Rezepte nach Möglichkeit auf saisonale Produkte zurückgreifen, denn die enthalten besonders viele Nährstoffe weil besonders frisch.  Probieren Sie es doch mal aus.

Rohkost-Rezepte – alles andere als eintönig

Rezept für 18 Rohkost-Brownies

Vorbereitung: 4 Stunden zum Einweichen der Mandeln

Zutaten:

100 g Mandeln + Wasser zum Einweichen

100 g Datteln

20 g Kakaopulver + etwas zum Bestreuen der Brownies

80 g Kokosmehl

1 Prise Salz

200 ml Wasser

Zubereitung: Nachdem die Mandeln mindestens 4 Stunden eingeweicht sind, können Sie loslegen: Mandeln, Salz und die 200 ml Wasser zu einer feinen Masse mixen. Datteln klein hacken und untermischen. Nun alles mit dem Kakaopulver und anschließend dem Kokosmehl vermengen.

Zum Schluss den Teig mittels Klarsichtfolie in Form bringen und in Stücke schneiden. Die Stücke in Kakaopulver wälzen et voilàfertig ist die Kaffeebeilage zur Rohkost-Ernährung.

Gefunden auf http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/rohkost-brownies/ wo es noch mehr tolle Rohkost-Rezepte gibt.

Bildquelle: pixabay.com – © by ivoanzola

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