Hellhörige Wohnung – was tun?

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Eine hellhörige Wohnung kann auf Dauer ganz schön an den Nerven zerren. Die Lärmbelästigung durch den Nachbarn kann richtig unangenehm werden, bis man fast das Gefühl hat, nebenan lebe ein Poltergeist. Aber was kann man gegen eine hellhörige Wohnung tun – außer ausziehen? Ich habe für Sie hier einmal einige Tipps zusammengestellt.

Als säßen die Nachbarn mit auf der Couch

Hören Sie die eigenen Nachbarn niesen, reden und mit den Töpfen klappern, dann leben Sie höchstwahrscheinlich in einer hellhörigen Wohnung. Die Nachbarn müssen dann nicht einmal groß Krach machen oder laut Musik hören – auch die ganz normalen Alltagsgeräusche bekommt man schon mit. Und umgekehrt hören die Nachbarn ebenfalls alles. Fatal ist, dass man bei der Wohnungsbesichtigung nicht unbedingt mitbekommt, ob die Wohnung hellhörig ist oder nicht. Das heißt allerdings nicht, dass man wieder ausziehen muss. Ist die Wohnung ansonsten top, gibt es einige Kniffe, mit denen man die eigenen vier Wände ein wenig schalldämpfen kann – ohne größere bauliche Veränderungen.

Schalldämmung für die hellhörige Wohnung

Zunächst einmal müssen Sie herausfinden, wo der Schall übertragen wird. Denn manchmal sind es gar nicht die dünnen Wände, sondern die Geräusche können auch über Rohre übertragen werden. Dann sollten Sie sich Ihre Einrichtung anschauen. Teppiche, Gardinen, Polstermöbel und robuste Holzmöbel können die Schallwirkung des Zimmers dämpfen. Außerdem kann man sich Dämmmaterial (gibt’s im Baumarkt) unter den Teppich oder das Parkett legen. Generell gilt: Glatte Oberflächen verstärken den Schall. Deshalb gilt es, diese so gut es geht zu vermeiden. Falls man sich mit den Nachbarn versteht, kann man auch gerne fragen, ob diese nicht vielleicht ähnliche Maßnahmen ergreifen wollen. So wird der Effekt verstärkt, außerdem haben die Nachbarn dank der dünnen Wände ja ebenfalls unter dem Lärm aus den umliegenden Wohnungen zu leiden.

Können oder sollten die Vermieter etwas tun?

Damit sieht es eher schwierig aus. Generell gilt, dass der Schallschutz der Baualtersklasse des Hauses entsprechen muss. Das heißt, wohnen Sie in einem Haus mit Baujahr 1950, können Sie keinen modernen Schallschutz erwarten oder gar einfordern. Außerdem fallen normale Alltagsgeräusche nicht unter Lärmbelästigung durch den Nachbarn – auch wenn man durch dünne Wände leider gut hört. In den meisten Fällen bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als selbst zur Tat zu schreiten: mit oben erwähntem Mobiliar und Dämmutensilien aus dem Baumarkt. Aber damit kann man immerhin das Problem“ hellhörige Wohnung“ ganz gut in den Griff bekommen.

Bildquellen: pixabay.com – © by Nemo

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